
{"id":236,"date":"2007-04-24T21:50:17","date_gmt":"2007-04-24T20:50:17","guid":{"rendered":"http:\/\/p107587.typo3server.info\/?p=236"},"modified":"2009-04-10T21:52:32","modified_gmt":"2009-04-10T20:52:32","slug":"die-wahler-in-st-pierre-standen-schlange","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.partnerstadtverein.de\/index.php\/2007\/04\/24\/die-wahler-in-st-pierre-standen-schlange\/","title":{"rendered":"Die W\u00c3\u00a4hler in St. Pierre standen Schlange"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mit 86,8 Prozent \u00c3\u00bcberw\u00c3\u00a4ltigende Wahlbeteiligung bei der Pr\u00c3\u00a4sidentschaftswahl \/ Le Pen stark in St. Rambert d\u00e2\u20ac\u2122Albon<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernen\/St. Pierre d\u00e2\u20ac\u2122Albigny<\/strong>. Frankreich hat am Sonntag mit hoher Wahlbeteiligung gew\u00c3\u00a4hlt. Ein Sieg f\u00c3\u00bcr die Demokratie, schreiben die Kommentatoren. Auch, weil die Rechtsextremen mit 10,5 Prozent einen kr\u00c3\u00a4ftigen D\u00c3\u00a4mpfer erhielten. In den zwei Kernener Partnergemeinden lag der Chauvinist Le Pen trotzdem \u00c3\u00bcberm Durchschnitt: 12,4 Prozent in St. Pierre d\u00e2\u20ac\u2122Albigny, gar 16,34 in St. Rambert d\u00e2\u20ac\u2122Albon.<!--more--><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eAlles in allem haben die Weing\u00c3\u00a4rtner in St. Pierre traditionell gew\u00c3\u00a4hlt\u00e2\u20ac\u0153, kommentierte unser Korrespondent Christian Milandre gestern das Ergebnis des ersten Wahlgangs in St. Pierre d\u00e2\u20ac\u2122Albigny. Der Reporter bei der Tageszeitung \u00e2\u20ac\u017eLe dauphin\u00c3\u00a9 liber\u00c3\u00a9\u00e2\u20ac\u0153 hatte f\u00c3\u00bcr die erste Runde der Pr\u00c3\u00a4sidentschaftswahl \u00e2\u20ac\u017e\u00c3\u0153berraschungen\u00e2\u20ac\u0153 erwartet, die so nicht eintrafen. Denn die bekennenden Chiracisten unter den Weing\u00c3\u00a4rtnern in St. Pierre lie\u00c3\u0178en den UMP-Kandidaten Nicolas Sarkozy mehrheitlich nicht h\u00c3\u00a4ngen, um &#8211; wie bef\u00c3\u00bcrchtet &#8211; Le Pen zu w\u00c3\u00a4hlen. Und auch der Hoffnungstr\u00c3\u00a4ger der Zentristen, Francois Bayrou (UDF), der aus dem \u00c3\u00bcberholten Rechts-Links-Schema in Frankreich ausbrechen will, brachte trotz beachtlicher 20 Prozent in St. Pierre d\u00e2\u20ac\u2122Albigny (frankreichweit 18,55 %) die Konkurrenten S\u00c3\u00a9gol\u00e2\u20ac\u02dcene Royal (PS) und Nicolas Sarkozy (UPM) nicht in Gefahr. Sarkozy erzielte 29,6 Prozent (landesweit 31,11 %), Royal 24,22 Prozent (frankreichweit 25,83 %).<\/p>\n<p>Eines wird aber \u00c3\u00bcberdeutlich &#8211; in St. Pierre d\u00e2\u20ac\u2122Albigny wie in St. Rambert d\u00e2\u20ac\u2122Albon, der Partnergemeinde von Rommelshausen im Rh\u00c3\u00b4ne-Tal, 80 Kilometer s\u00c3\u00bcdlich von Lyon: Dort, wo der Rechtsextremist Le Pen zulegte, ging es auf Kosten von Sarkozy, dem bisherigen Innenminister. Ihn hatte Le Pen im Wahlkampf des Pr\u00c3\u00a4sidentenamtes f\u00c3\u00bcr unw\u00c3\u00bcrdig erkl\u00c3\u00a4rt, weil er Kind ungarischer Einwanderer ist. Le Pen brachte es in St. Pierre auf 12,4, in St. Rambert gar auf 16,34 Prozent. Entsprechend zog Sarkozy hier den K\u00c3\u00bcrzeren: 27,43 Prozent.<\/p>\n<p>Der Vergleich mit dem Resultat im D\u00c3\u00a9partement Dr^ome, in dem die kleine Gemeinde St. Rambert d\u00e2\u20ac\u2122Albon liegt, ist hier h\u00c3\u00b6chst aufschlussreich: Hier brachte es Sarkozy auf 29,92 Prozent. Le Pen erreichte gerade mal 11,96 von Hundert. Die extreme Rechte des Front National scheint in der Partnergemeinde eine Hausmacht zu haben. Traditionell h\u00c3\u00a4lt der Front National im Osten Frankreichs (Elsass) und im Rh\u00c3\u00b4ne-Tal abw\u00c3\u00a4rts bis zum Mittelmeer (Orange, Toulon) ein paar sichere Bastionen.<\/p>\n<p>Die sozialistische Kandidatin S\u00c3\u00a9gol\u00e2\u20ac\u02dcene Royal hielt sich in zwei Partnergemeinden vergleichsweise gut: mit 24,22 Prozent in St. Pierre und 24,9 Prozent in St. Rambert d\u00e2\u20ac\u2122Albon. Im D\u00c3\u00a9partement Dr^ome kam die Kandidatin auf 24,23 Prozent, in Savoien sackte sie auf 21,83 von Hundert ab. Gemessen daran sind die 24,22 Prozent in St. Pierre, einer konservativ gepr\u00c3\u00a4gten Weinbaugemeinde, ein guter Erfolg. Interessant ist auch, dass Royal im Nachbardorf St. Jean de la Porte sogar deutlich vor dem UMP-Konkurrenten liegt. Anders in Freterive: Dort hat Sarkozy die Nase vorn.<\/p>\n<p>Die letzte Meinungsumfrage vor der Wahl am Freitagabend hatte Jean-Marie Le Pen mit 18 Prozent vor Francois Bayrou gesehen. Dass der rechtsextreme Populist &#8211; in den 80er Jahren wurde er wegen seiner Behauptung, die Gaskammern der Nazis seien nur eine unbedeutende Fu\u00c3\u0178note der Geschichte gewesen, zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt &#8211; nun einen kr\u00c3\u00a4ftigen D\u00c3\u00a4mpfer erhielt, wird in Frankreichs Zeitungen als Sieg der Demokratie gefeiert. Aber auch die au\u00c3\u0178ergew\u00c3\u00b6hnlich hohe Wahlbeteiligung von 84,6 Prozent, eine der h\u00c3\u00b6chsten seit 1958, befl\u00c3\u00bcgelt die Franzosen. Im kleinen St. Pierre lag sie mit 86,81 Prozent sogar noch etwas \u00c3\u00bcber dem Landesdurchschnitt. Ein Blick in die Turnhalle am Sonntagvormittag sprach B\u00c3\u00a4nde: Eine lange Schlange vor der Wahlurne. Teilweise bis zu einer Dreiviertelstunde warteten die St. Pierrois, bis sie ihren Wahlzettel einwerfen durften. \u00e2\u20ac\u017eUnd abends hatten wir nicht die geringsten Anzeichen von Freude oder Traurigkeit in den Stra\u00c3\u0178en\u00e2\u20ac\u0153, erz\u00c3\u00a4hlt Christian Milandre. Gespannt auf die ersten Ergebnisse sa\u00c3\u0178en alle vor der Glotze.<\/p>\n<address>Quelle:<\/address>\n<address>Waiblinger Kreiszeitung vom 24.04.2007<\/address>\n<address>Text: Hans-Joachim Schechinger<\/address>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 86,8 Prozent \u00c3\u00bcberw\u00c3\u00a4ltigende Wahlbeteiligung bei der Pr\u00c3\u00a4sidentschaftswahl \/ Le Pen stark in St. Rambert d\u00e2\u20ac\u2122Albon Kernen\/St. Pierre d\u00e2\u20ac\u2122Albigny. Frankreich hat am Sonntag mit hoher Wahlbeteiligung gew\u00c3\u00a4hlt. Ein Sieg f\u00c3\u00bcr die Demokratie, schreiben die Kommentatoren. 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